Cornea (Hornhaut)

Die Hornhaut ist als optische Struktur des Auges („Frontlinse“) für das Sehen von herausragender Bedeutung. In diesem Kapitel werden die verschiedenen Hornhauterkrankungen dargestellt. Verletzungen, Entzündungen, angeborene und erworbene Hornhautveränderungen spielen in der Augenheilkunde eine besondere Rolle. Die Hornhaut kann transplantiert werden, um Sehfähigkeit wiederherzustellen. Durch „refraktive“  Eingriffe wird die Brechkraft der Hornhaut so verändert, dass Fehlsichtigkeiten, insbesondere Myopie und Astigmatismus, ausgeglichen werden können.

Hornhautübertragung

Eine Hornhauttransplantation, die geschädigtes Gewebe der Hornhaut ersetzt, wird als Keratoplastik bezeichnet. Das erkrankte Gewebe wird ersetzt durch eine Spenderhornhaut. Hornhauttransplantationen sind von allen Gewebetranplantaten die erfolgreichsten.

Ein Transplantat ersetzt zentrales Hornhautgewebe, das wegen Krankheit oder Verletzung getrübt ist. Es wird durch gesundes Hornhautgewebe von einer Hornhautbank ersetzt.

Allergische Conjunktivitis

Ist eine Reaktion von Bindehaut und/oder Hornhaut, die durch den Kontakt der Augen mit einer allergisierenden Substanz entsteht

Wie manifestiert sich die Allergie?

  • In der Regel sind beide Augen betroffen
  • Die Bindehaut ist gerötet
  • Brennen, Rötung und Schwellung der Bindehaut
  • Juckreiz

Behandlung

  • Vermeidung der allergieauslösenden Substanz
  • Verzicht auf Kontaktlinsen
  • Nicht reiben
  • Gabe von entzündungshemmenden Augentropfen

Keratokonus

Als Keratokonus bezeichnet man eine kegelförmige Vorwölbung der Hornhautmitte mit Verdünnung und Trübung der Hornhaut. Diese anlagebedingte Veränderung tritt familiär gehäuft zwischen dem fünfzehnten und dem dreißigsten Lebensjahr auf und ist fortschreitend. Als Ursache wird eine Schwäche des Hornhautkollagens vermutet. Ein Teil der Patienten weist eine allergische Disposition auf.

Behandlung

  • Zunächst wird mit speziellen harten Kontaktlinsen behandelt
  • Stabilisierung der Hornhaut durch eine sogenannte Vernetzungstherapie (UV-Bestrahlung nach Gabe von Riboflavin)
  • In Spätstadien ist eine Keratoplastik erforderlich. Sie hat bei Keratokonus eine günstige Einheilungschance