Netzhautablösung

Was ist eine Netzhautablösung?

Eine Ablösung der neurosensorischen Retina. Die Retina (Netzhaut) ist die lichtempfindliche Schicht, die den hinteren Abschnitt des Auges von innen auskleidet und das aufgenommene Signal über den Sehnerv an das Gehirn sendet. Eine Netzhautablösung verursacht unbehandelt einen bleibenden Sehverlust.

Formen der Netzhautablösung

  1. Lochbedingte Netzhautablösung – entsteht durch ein Loch in der Netzhaut, durch das Flüssigkeit aus dem Glaskörper unter die Netzhaut gelangt.
  2. Exsudative Netzhautablösung – tritt aufgrund einer Entzündung oder eines Tumors auf, ohne Vorhandsein eines Netzhautloches.
  3. Traktionsbedingte Netzhautablösung – diese tritt auf, wenn fibrovaskuläres Gewebe aus dem Glaskörper von Innen an der Netzhaut zieht (z.B. bei diabetischer Retinopathie).

Was sind die Symptome?

  • Lichtblitze (Photopsie)
  • Floater- Sehen eines Spinnennetzes (meist nach Blutungen)
  • Schattensehen oder Gesichtsfeldeinschränkung
  • Plötzlicher Verlust des Sehvermögens bei Abhebung der Makula

Wer hat ein Risiko für die Entstehung einer Netzhautablösung?

Eine Netzhautablösung kann in jedem Alter auftreten, ist aber bei Menschen über 40 Jahren häufiger.

Gemeinsame Risikofaktoren sind:

  • Hohe Myopie -Besonders mehr als 5 Dioptrien.
  • Kataraktchirurgie
  • Netzhautablösung am anderen Auge
  • Netzhautablösung in der Familie
  • Degenerationen der Netzhaut
  • Verletzung des Auges

Was sind die Behandlungsmöglichkeiten?

Netzhautlöcher bei anliegender Netzhaut werden mit Photokoagulation oder  Kryopexie (Vereisung) behandelt. Ist die Netzhaut abgelöst, muss sie durch eine Plombe von außen oder durch eine Glaskörperchirurgie mit Verwendung von Silikonöl oder Gasen wieder angelegt werden.